junge Ehe

Mit 21 geheiratet. Das passiert in der heutigen Zeit auch nicht mehr allzu oft. Wir sind auch noch kinderlos, also ist es nicht so dass wir uns dazu drängen mussten, vor allem wenn man (im allgemeinen) auch nicht mehr wegen der Kinder heiratet.Ich liebe meinen Mann und bin auch sehr zufrieden mit meiner Entscheidung. Ehrlich gesagt, hat mich es sogar ein bisschen stolz gemacht. Man wird zwar komisch angeguckt, wenn man erzählt dass man schon verheiratet ist, aber die innere Überzeugung- man wird zusammen bleiben, egal was kommt und zusammen alt werden- hat mich oft oben gehalten.Wir sind uns ähnlich und gleichzeitig auch totale Gegenteile; er ist der aufgedrehte, offene, lustige und familienbezogene Mensch aus der Großfamilie, mit dem Herz aus Gold und der immer mehr für alle anderen gibt, als für sich selber. Und dann komm ich: der Ruhepol für ihn, die ruhigere, liebevolle und selbstlose- die für ihren Mann alles geben würde, damit er glücklich ist. Wir haben nie irgendwelche Differenzen gehabt. Wir haben nie gestritten, weil es uns einfach zu blöd war, wegen unnütze Sachen zu streiten und uns aufzuregen, wenn man alles auch wie Erwachsene klären konnte, ohne Streit und Diskussionen. Wir teilen denselben Geschmack und ab und an gibt es ein paar Sticheleien und Eifersuchtsgeplänker, damit der Partner nie das Gefühl hat, dass man dem anderen egal oder gleichgültig ist.Die "negative" Seiten die jeder Mensch nun mal hat, haben wir immer mit einem Augenzwinkern hingenommen. Ich habe oft versucht ihm alles Recht zu machen und negatives so weit es ging von ihm fern gehalten... Doch momentan ist alles komisch. Vielleicht fehlt uns die Erfahrung, die man im Laufe der Zeit sammelt. Momentan keifen wir uns wegen jeder Kleinigkeit an und sind lauter als sonst zueinander. Es geht sogar soweit dass wir den Raum verlassen müssen, um nicht irgendetwas falsches zu sagen oder sich falsch zu verhalten. Er provoziert mich mit jedem Spruch und jeder Gestik. Er hat dann einen Gesichtsausdruck, der mich wütend macht und ich weiß einfach nicht woher diese Wut für ihn kommt. Eigentlich liebe ich ihn doch, mehr als alles andere auf der Welt. Aber in letzter Zeit gibt es so oft Momente, wo ich ihm am liebsten Wehtun würde und einfach gehen wollen würde. Ich schätze, ich bin einfach nicht an so Situationen gewöhnt... Eigentlich braucht es einiges an Arbeit um mich so etwas fühlen zu lassen.Eigentlich.

17.3.16 19:57

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